Das Spiel bestimmt, wie wir spielen

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PhilF1983 Rang: Matt Groening
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#1

06.04.2017, 12:59 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2017, 13:19 von Tommele.)

Achtung jetzt wird's ernst! *hi* 

Ich möchte gerne auf Patrics' Artikel auf tstoaddicts.com hinweisen. Für alle deren Muttersprache nicht Englisch ist, hier die Synopsis in drei Sätzen: 
Patric kommentiert das aktuelle Event dahingehend, dass EA seit Einführung der Levelgrenze dazu übergangenen ist uns Events als Ersatz zu präsentieren. Diese Events, so Patric, folgen stets demselben Schema, sie sind zu langatmig, erfordern die stetige Wiederholung gleicher Abläufe und haben immer kürzere Dialoge und Aufgaben. Seine Schlussfolgerung lautet daher: "Nicht mehr wir bestimmen wie wir das Spiel spielen, sondern das Spiel bestimmt wie wir es zu spielen haben". 

Ich kann Patric nur zustimmen! Ich habe nach wie vor meinen Spaß an dem Spiel, was daran liegen mag, dass ich endlich nach und nach alles kaufen kann was ich möchte. Erschreckend fand ich jedoch, dass mir bis zu seinem Artikel nicht aufgefallen ist wie sehr mich TSTO unbemerkt konditioniert hat. Mein Spielverhalten ist seitdem dazu übergegangen bei jedem Event jedes mal dieselben Aufgaben zu erledigen und diese kaum bis nicht zu hinterfragen. Wann gab es in einem Eventpost das letzte mal eine "echte inhaltsbezogene" Diskussion über die Dialoge und Inhalte der Questline? Wir spekulieren regelmäßig über neue Figuren und Eventsettings - werden diese Wünsche erfüllt, konsumieren wir jene kurzfristig und fragen einander was als nächstes kommt - Springfield Heights 3, ganz sicher! Dieses mal ganz sicher! 

Wie ist Eure Meinung hierzu?

Ein kurzer Text der Moderation findet sich in Post #3. Bitte beherzigt dies, bevor ihr antwortet [Grüße, Tommele]

*hi* Dekomeister Jury *hi* 


kappe619 Rang: Matt Groening
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#2

06.04.2017, 13:13

Mag sein, dass die Events sich ähneln, es gibt trotzdem immer wieder neue Sachen, neue Dialoge etc. ich spiele jetzt seit 2 Jahren und bin 0 gelangweilt.


blomv

blomv

Tommele On-Topic Moderator
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#3

06.04.2017, 13:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2017, 13:18 von Tommele.)

Hallo zusammen,

Phil hat im Event-Thread auf einen durchaus interessanten Artikel hingewiesen und dort auch zur Diskussion angeregt.
Ich finde es besser, wenn wir das vom eigentlich Event entkoppeln. Daher verschiebe ich dies alles hier in diesen Thread.

Aber Vorweg ein paar Worte:

- Diskussionen sind hier definitiv erwünscht
- Akzeptiert die Meinungen anderer
- Versucht sie nicht von eurer Meinung zu überzeugen, sondern lasst sie ihnen auch wirklich
- Stellt eure Meinung vernünftig dar
- Werdet nicht beleidigend oder abwertend den anderen gegenüber, das wird rigoros entfernt

Das ist ein Versuch, ob das hier funktioniert. Wenn wir merken, das es ausartet, weil ihr mit anderen Meinungen nicht klar kommt oder anderweitig aus der Reihe fallt, dann wird der Thread wieder geschlossen.

Achja, falls der Titel zu reißerisch klingt, dann kann ich das gerne noch ändern. Irgendwie 1f603 Mir ist nur nichts besseres eingefallen.

Mail an die Mods

Hamster Rang: Matt Groening
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#4

06.04.2017, 13:16 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2017, 13:57 von Hamster.)

Natürlich hat sich das Spiel gewandelt. Was mir fehlt ist etwas mehr Herausforderung. Wenn es mal etwas mehr fordert wie z.B. bei den Schaubildern wird sofort nachgesteuert selbst wenn es gar nicht nötig wäre.

Elpokko Rang: Bart Simpson
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#5

06.04.2017, 13:19

Ich sehe keinen Zwang das Spiel in einer bestimmten Art und Weise zu spielen.
Wer keine Lust auf ein Event hat lässt es halt sausen - es passiert doch nichts schlimmes wenn man das Event nicht aktiv spielt und die Preise sausen lässt.
Bei einem Freemium-Spiel ist es nun einmal so, dass der Publisher Geld damit verdienen möchte. Dies geht nur mit neuen Inhalten.
Da ich, als reiner Freemium-Spieler, noch nie einen Cent für das Spiel gezahlt habe, werde ich seit Jahren gut unterhalten. Für lau. Darüber möchte ich mich nun wirklich nicht beschweren. 8-)

0123Pizzadealer Rang: Abe Simpson
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#6

06.04.2017, 13:32 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2017, 13:33 von 0123Pizzadealer.)

Der Artikel geht ja auch noch um viel mehr. "Patric" beschreibt, wie er der SUCHT des spielens in jeder erdenklichen Situation nachkommen muss. So zum Beispiel bei einer Charity-Veranstaltung, wo er eine Präsentation halten muss, aber sein Timer losgeht, der ihn an den vier Stunden Rhythmus erinnert. So meistert er es, parallel die Präsentation zu halten und hinter vorgehaltener Hand Aufgaben zu erledigen und Agenten zu tappen.

Und ich muss sagen: Was mich angeht, hat er absolut recht.
Um den Tag optimal ausnutzen zu können, spiele ich meist direkt nach dem Aufstehen noch im Bett, vier und acht Stunden später bin ich an der Arbeit und muss meistens "dringend irgendwo hin". Abends ist es meistens einfacher, da muss man sich für nichts rechtfertigen 1f609
Und na klar, auch wenn ich weiß, dass das vielleicht übertrieben ist und man alle Preise auch mit weniger Aufwand bekommt: ICH WILL SIE JA SOFORT ! (oder eben so schnell wie möglich)
Dazu kommt natürlich noch die Kwik-E-Markt Farm + Jobs, man will ja schließlich keine Donuts, die man in den Beschleuniger gesteckt hat verschwenden, und den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen 1f603 1f603 1f603

Elpokko Rang: Bart Simpson
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#7

06.04.2017, 14:20

Wenn ich arbeiten muss habe ich keine Zeit ein Handyspiel zu spielen - und bin mit meinen Gedanken auch woanders.
Bei einem Bürojob vlt. etwas anders - aber wenn sich die Gedanken in allen Lebensbereichen um eine Sache drehen (und es nicht um Romatik geht *rose* ) kann man schon von einer Sucht sprechen. Hier würde ich empfehlen, etwas Abstand vom Spiel zu nehmen.*bye*

Hamster Rang: Matt Groening
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#8

06.04.2017, 14:23

Wenn man bei einem Event alles haben will hat man schon einen gewissen Druck alle 3 oder 4 Stunden in das Spiel zu gehen. Wenn man dann alle Preise hat gibt es ja immer noch die Bonuts. Man kann es aber auch übertreiben, während einer Präsentation zu tappen das würde mir nicht einfallen. Bei den Bonuts bin ich auch flexibel, ich muß nicht unbedingt noch eine Bonutsrunde mehr haben. Ich kaufe auch nicht alles selbst wenn ich es mir inzwischen leisten könnte. Prozente brauche ich auch nicht mehr auf Teufel komm raus, meine 768% reichen locker. Einfach das Spiel etwas entspannter sehen und sich nicht an den high Highend Spielern messen.

suzuki On-Topic Moderator
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#9

06.04.2017, 14:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2017, 14:50 von suzuki.)

Das ist ein sehr interessanter Thread...
Als ich den FAQ-Thread eröffnete, hatte ich bereits etwas in der Art getippt wie "wer bereits mehrere Events gespielt hat, wird sich schnell zurecht finden. In der Tat läuft alles wie bewährt ab und es gibt keine neuen Elemente." Ich habe das deswegen vor Absenden wieder gelöscht, weil mir einfiel, dass dies ja gar nicht stimmt: die Dossiers sind etwas Neues, das es bisher nicht gab. Und auch der Drohnenscanner ist anders, als die bisherigen Minispiele und "alle-tappbaren-Figuren-auf-einmal-Vernichtungs"-Aktionen.
Aber dennoch: gefühlsmäßig ist es ein wahres 08/15-Event, wie wir mittlerweile schon viele hatten. Man vergibt alle 4 Stunden Aufgaben. Man produziert Craftables. Man muss die Agenten nicht selbst tappen, da man sie automatisch einsammeln kann. Die Dossiers sind einfach nur Zusatzaufgaben und nicht wirklich was innovatives. Der Drohnenscanner ist die einzige Abwechslung. Der ist wirklich ganz anders als die Kämpfe, Casinospiele und anderen Minigames, die wir bereits hatten.
Und dennoch: man geht alle 4 Stunden mehr oder weniger pünktlich ins Spiel und wickelt einfach routinemäßig das Pflichtprogramm ab. Das schafft man in 1-2 Minuten. Nur unerheblich länger braucht man, wenn man dazu auch noch KEM verkauft und neu aufstellt und die Figuren aus der She-She-Lounge befreit und gleich wieder dorthin schickt (via Jobmanager natürlich).

Jetzt ist die Situation (oder wollen wir es "Sucht" nennen?) bei mir selbst nicht so dramatisch, dass ich während einer Präsentation zugleich tappen würde, oder dass ich bei der Arbeit "ich muss meiner Mutter zurückschreiben" als Ausrede verwenden würde, wie es im verlinkten Artikel beschrieben wird. Wenn ich gerade sehr beschäftigt bin, oder in Sitzung, oder unter Srress, dann muss das Spiel halt warten. Ich habe mir auch  noch nie einen Timer gesetzt und es würde mir im Traum nicht einfallen, nachts einen Wecker zu stellen, wie es manche ja anscheinend machen.

Aber meine Pausen (oder auch nur den Gang zum WC) so legen, dass sie dem 4-Stunden-Rhythmus entsprechen, in der Freizeit sich mal schnell 1-2 Minuten von Freunden abwenden, um mal schnell zu tappen, oder bei Freizeitaktivitäten mal kurz eine Pause einlegen und schnell tappen - all das mache ich auch regelmäßig, und auch ist es für mich selbstverständlich, noch vor dem Frühstück schnell ins Spiel zu gehen... und dies mittlerweile (wenn auch in abgeschwächter Form) sogar außerhalb von Eventzeiten, weil die KeM sind ja auch nach 4h bereit....

Also ja, ich denke diese Konditionierung durch das Spiel wird wohl für so manchen Spieler (für die einen mehr, für die anderen weniger) zutreffen. Für mich schon, wenn auch nicht so akut wie das im Artikel beschrieben wird.

PS: huch... schon 14.51 Uhr? Mein 4-Stunden-Rhythmus ist vor 4-5 Minuten abgelaufen... schnell ins Spiel!

>>Mail an die Moderation<<


ElBartoGrande Rang: Matt Groening
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#10

06.04.2017, 16:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2017, 16:35 von ElBartoGrande. Bearbeitungsgrund: Unrechtschreibung )

Grade mal den Artikel gelesen, klarer Fall von: es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre... Weil so wahr.
Ich gehe zwar nicht ganz so weit, direkt BEI der Arbeit zu spielen (das geht wohl auch überhaupt nur bei bürojobs und dergleichen), aber ja, seit ich dieses Spiel spiele, läuft doch praktisch permanent im Hintergrund ein Timer ab, der einen "in Alarmbereitschaft" hält. Ich stelle mir zwar in aller Regel nicht den Wecker danach, schaue aber doch wesentlich öfter auf die uhr als es eigentlich gesund sein kann.
Irgendwie splittet dieses Spiel ja dann doch den Alltag, sei es nun ein Arbeitstag oder auch ein freies Wochenende, in kleine Intervalle, normalerweise eben 4 Stunden. Wegen der allgemeinen eventstruktur eben. Noch drängender, seit ich angefangen habe, hundertschaften von KEM zu bauen. Und dann noch die vermaledeite She She Lounge...
Normalerweise hab ich in der Freizeit oft genug Gelegenheit zu spielen, dass ich das Spiel auf der arbeit einfach mal ignoriere. Vereinzelt kommt tapped out dann aber doch mal mit. Eine Stunde vor dienstantritt das letzte mal gezockt? Okay, dann versuche ich am besten mal, nach etwa 3 Stunden eine raucherpause einzulegen... oh verdammt, hier ist so viel los, nach 7 Stunden immer noch keine Gelegenheit gehabt, wieso bloß hab ich keine 8h-Jobs vergeben 1f609 ?
Und die Events (ebenso wie auch eigentlich der Rest des Spiels) laufen doch in der Tat irgendwie alle nach Schema F ab: Figuren zum Währung produzieren schicken, Sachen herstellen, manchmal eben noch ein minigame. Zu letzterem würde ich suzuki dann eher widersprechen: auch der drohnenscanner ist in meinen Augen jetzt nix so wirklich neues, nicht so viel anders als Schildkröten tappen oder Roboter tappen oder...
Das allgemeine suchtpotenzial des Spiels... Nun, das greift wohl nicht nur von Spieler zu Spieler unterschiedlich, sondern wohl auch von Gelegenheit zu Gelegenheit, von Tag zu Tag, von Event zu Event in verschiedenem Ausmaß. Noch ein paar tausend Zähler fehlen zum letzten Preis und das Event ist fast um? Dieses super Angebot verschwindet morgen aus dem Store, aber vorher müssen noch fehlende donuts gebacken werden? Dann schaut man schonmal etwas öfter auf die uhr, versucht den Rhythmus wenn möglich halbwegs genau einzuhalten...
Gerade nix los, schon in den Bonuts, 4 Tage vor der Marschtabelle oder es ist mal wieder eine der drei eventfreien Wochen im Jahr? Na dann kann mans ja entspannt angehen lassen... Mit Freunden unterwegs, mit den Eltern am essen, im Urlaub oder dergleichen. Seit 24h nicht gespielt? Ach was solls, ich hab doch meinen Spaß (und zum Glück ja die letzten 4 Tage fleißig gesammelt, das gleicht sich schon aus^^). Dann wieder Tage, da ist sonst nix los... Ach schon 17:39? Das letzte mal hab ich doch um 13:24 getappt, na dann mal los.
Und wenn man dann mal etwas über das eigene verhalten nachdenkt, kommen einem unwillkürlich Rechtfertigungen in den Sinn, wie man sie ähnlich vielleicht von Junkies bei den anonymen narkotikern vernehmen kann: ach ist doch halb so wild! Als ich damals WoW gezockt hab, war ich den ganzen tag damit beschäftigt, hier zock ich jedoch bloß alle paar Stunden mal ein paar minütchen.
So, jetzt aber erst mal genug davon! Wenn man so drüber nachdenkt, könnte man ja glatt die Lust an dem Spiel verlieren... Wenn man nicht so ein addict wäre 1f603 .
Und was ist das, habt ihr das auch gehört? Wie ein flüstern, am Horizont...
heads up
Heads up!
HEADS UP!!!
Die Stimme seines Herrn...

Friss meine Shorts.

Simpsons Rang: Marge Simpson
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#11

06.04.2017, 16:22

Wie Hamster schon geschrieben hat, hat sich das Spiel sehr gewandelt.

Mein erstes Event war Halloween 2013. Ich fand es sehr angenehm, dass man den Figuren verschiedene Jobzeiten zuweisen konnte (meistens 1, 4, 8 und 12 Stunden bzw. 24 Stunden).
Natürlich war es damals nicht so komfortabel wie heute, das man alle Figuren über einen Button auf einmal wegschicken konnte, sondern man musste jede Figur einzeln an tappen und dann
die entsprechende Zeit auswählen.
So konnte man seine Spielweise viel besser seinem Arbeits- und Lebensrhythmus anpassen. Wenn man mehr Zeit hatte vergab man einfach kürze Jobs,
die einen höheren Ertrag an Eventwährung brachten.
Viele meiner Nachbarn hatten immer die 12 Stundenjobs vergeben und damit auch alle Preise erreicht.
Der Nachteil war, dass die Städte auf der Besuchstour häufig schon erschöpft waren (keine Häuser mehr tappbar waren).
Was für mich immer noch wichtig ist, ist die tägliche Besuchstour, d.h. jeden Tag meinen Freunden zu helfen ihr Ziel zu erreichen.
Die früheren Events empfand ich einfach spannender heute sind sie fast alle gleich aufgebaut und es hat sich eine gewisse Routine eingestellt.
Insofern kann ich suzuki mit dem gefühlsmäßigen 08/15-Event, wie wir es mit dem selbem Ablauf mittlerweile schon viele hatten, nur zustimmen.
Interessant finde ich das die  Craftables wieder animiert sind.
Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich meine Donuts mit Rattenfallenwagen generieren kann und keine KEM`s mehr aufstellen muss.
Zu dem Thema welches PhilF angesprochen hat, ich lese die Dialoge aus Zeitmangel auch nur noch sehr selten, obwohl das eigenndlich schade ist.
Die Dialoge sind z.T. recht lustig und voller gesellschaftlicher- bzw. politischer Kritik.

-K-L-U-K- Rang: Marge Simpson
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#12

06.04.2017, 16:52 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2017, 16:55 von Tommele.)

Quote mit fehlendem Bezug gelöscht, Tommele

Zum eigentlichen Thema: mit dem Spiel ist es wie mit einer lange laufenden Serie. Die Macher geben sich mit der Zeit immer weniger Mühe, aber wir machen es halt aus Gewohnheit mit und gucken auch die x-te Staffel. Ich hatte den Text gestern auch gesehen, aber nur überflogen. Was mir jedoch direkt ins Auge sprang und Zustimmung fand, war das 'Grinding', also das repetitive Wiederholen einer Sammelei. Ja, das Tappen von wechselnden Eventfiguren (aktuell die Agenten) ist eine 'Brot-und-Butter'-Mechanik und gehört dazu (was ja schon der Name des Spiels sagt). Aber das drumherum ist leider wahnsinnig unkreativ. Diese Dossiers sind zB. nichts weiter als die Standardjobs mit einer Zeile anderer Text. Der Scanner ist zwar jetzt mal etwas anders, aber auch schon vom SciFi-Event (und sogar ja dauerhaft) bekannt.

Warum sich EA so schwer tut, mal kreativ etwas Abwechslung reinzubringen und einem das regelmäßige Spielen eben nicht als lästige Pflichtaufgabe erscheinen lässt, man weiß es nicht. Wie lange wird schon am Crafting herumgedoktert? Warum gibt es keine Langzeitaufgaben, die auch neben den Events für Motivation (aber keinen Zwang) sorgen? Ich denke gerne an das Superhelden 2-Event zurück, wo es mit diesen Kämpfen mal etwas abseits der Norm gab, wo vllt. auch etwas Nachdenken notwendig wurde (auch wenn man es dann wegen Ressourcen-Maximierung absichtlich falsch gespielt hat). In letzter Zeit gibt es da leider kaum mehr positive Überraschungen, eher Stirnrunzeln über so Sachen wie die Grippe oder das verhunzte Ticketsystem mit den Flügen.

Auch immer mehr Aufgaben, die komplett ohne einen Dialog daherkommen, finde ich eine Sauerei. Der Sinn dieser Quests war doch immer zumindest eine kleine Story zu erzählen. Einfach einen Job mit 'Schicke Figur x für y Stunden' los, dafür brauchts keine Quest, das haben wir im Alltag genug. Natürlich ist es nicht simpel, sich ständig etwas lustiges, passendes auszudenken. Aber wenn es nicht klappt, dann lieber eine Quest weglassen als lieblos hinklatschen.

Um den Kreis mal zu schließen: wenn man Fan der Simpsons ist und EA dem Spiel mehr Qualität zukommen lassen würde, wäre auch dieses Gefühl des Zwangs nicht gegeben, weil man es dann eher als Hobby betrachten könnte statt als lästige Notwendigkeit. Die Werkzeuge für ein besseres, nicht so zeitlich eingrenzendes Spiel sind zweifellos da, EA muss sie nur nutzen und an den Schrauben drehen.

"Die Aufschrift 'nicht brennbar' ist keine Herausforderung!"

- nette Nachbarinos gesucht -

Mattes57 Rang: Matt Groening
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#13

06.04.2017, 18:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2017, 18:28 von Mattes57. Bearbeitungsgrund: Nachtrag )

Ich finde auch, dass der Autor sehr recht hat, obwohl es bei mir nicht so schlimm ist. Aber im Prinzip ist man schon ein wenig konditioniert. Für Berufstätige ist es deshalb i.d.R. schwer, im 4h-Takt die Eventziele zu erreichen, genauso wie das Müllsammeln am Dienstag usw. Das könnte auch erklären, warum viele meiner alten Nachbarn in den letzten Monaten verschwunden sind.
Für die Programmierer bei EA ist es auf jeden Fall bequeme Fließbandarbeit.

Früher war das Spielen in der Tat sehr viel abwechsungsreicher, aber es war ja auch etwas Neues, und es dauerte manchmal Tage, bis man endlich wieder ein bestimmtes Gebäude kaufen konnte.(Nachtrag: ) und man hatte zufällige Aufgaben zu erledigen

Ich finde es auch immer wieder gut, wenn man bei den Nachbarn was machen kann, sodass man denen dadurch auch helfen kann. Aber das geht eben wegen des strengen 24h-Rhythmus nicht immer, weil das - zumindest bei mir - mind. 40 Minuten dauert.

Ich finde TSTO trotzdem immer noch ein schönes und oft witziges Spiel. Aber man sollte immer im Hinterkopf haben, dass es eben nur ein SPIEL ist, und man sollte sich deshalb keinen Stress machen.

So, jetzt bin ich schon 15 Minuten zu spät für die nächste Dokumentsammelrunde 1f603
(aber das ist sowieso die letzte für heute)

https://mewe.com/join/thesimpsonstappedout-de


-K-L-U-K- Rang: Marge Simpson
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#14

06.04.2017, 18:27

(06.04.2017, 18:15)Mattes57 schrieb: Ich finde es auch immer wieder gut, wenn man bei den Nachbarn was machen kann, sodass man denen dadurch auch helfen kann. Aber das geht eben wegen des strengen 24h-Rhythmus nicht immer, weil das - zumindest bei mir - mind. 40 Minuten dauert.

Das ist auch so ein Punkt, wo ich mich schon ewig frage, warum man nicht das System von 'Zähler läuft 24h für jeden Nachbarn einzeln los beim ersten Tap in dessen Stadt' hin zu 'einmal pro Kalendertag' wechselt. Von mir aus auch innerhalb des bekannten Intervalls von 9 Uhr morgens an.

So wäre es wurscht, wenn ich vormittags nur 10 Nachbarinos abklappere und später mal zwischendurch 5 und abends alle anderen, es wäre alles innerhalb desgleichen Zählers bzw. Kalendertags und somit wesentlich flexibler und entspannter.

"Die Aufschrift 'nicht brennbar' ist keine Herausforderung!"

- nette Nachbarinos gesucht -

jailer483 Rang: Homer Simpson
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#15

06.04.2017, 20:30 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.04.2017, 20:31 von jailer483.)

Spiel jetzt das Spiel auch schon ca 2 1/2 Jahre. Es gab in den Jahren so einige Veränderungen, die meines herachtens, zum positivien waren. Zb, der Jobmanager, den Button im Baumenü in dem man grössere Flächen umbauen/verkaufen kann, das tappen wurde einem durch das IRS Gebäude vereinfacht usw.
Und nicht zu vergessen der XP Beschleuniger, der uns zum berühmten "Donut backen" gebracht hat 1f609

Klar sind wir "gezwungen" dann bei einem Event ein gewisses Tempo oder Zeit anzulegen, denn wir sind Spieler und wollen alle Preise ergattern. 1f642 Ich selber hab mich auch schon dabei ertappt, das ich mitten in der Nacht aufgewacht bin und nichts besseres zu tun hatte, wie zu meinem Handy zu greifen um Agenten zu elimenieren *crazy*
Also Ja, somit bestimmt natürlich das Spiel.

Aber ich bestimme in meinem Leben ob ich spiele 1f609

nightmarish5 Rang: Abe Simpson
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#16

06.04.2017, 20:45

Ein interessantes Thema. Darum danke an Phil für das Hervorbringen und danke an die Moderation, dafür einen eigenen Thread zu öffnen.

Meiner Meinung nach gibt es zwei ganz entscheidene Fragen, die man sich in diesem Zusammenhang stellen muss.
Erstens: Wie sind meine Prioriäten? Sind sie noch vertretbar oder stelle ich TO über alles (wie der Autor es tut)? Dabei hilft die Überlegung, ob ich mich gerade ein bisschen dafür schäme, dass ich unbedingt an mein Handy muss, um TO spielen zu können.
Zweitens: Will ich spielen, weil ich spielen will oder will ich spielen, weil ich Suchtdruck habe? Oder anders formuliert: Macht mir das Spiel noch Spaß oder ist es zu einer Gewohnheit geworden, die ich nicht mehr ablegen kann?

Diese Selbstoptimierung findet man jedoch überall und ist symptomatisch nicht nur für TO sondern für unser ganzes Leben.

[Bild: 1728-nighrmarishl%C3%B6l-gif]


tiho2204 Rang: Bart Simpson
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#17

06.04.2017, 21:05

(06.04.2017, 20:45)nightmarish5 schrieb: Diese Selbstoptimierung findet man jedoch überall und ist symptomatisch nicht nur für TO sondern für unser ganzes Leben.

Sollte aber keine Entschuldigung dafür sein, sondern eher ein Ansporn selbst etwas daran zu ändern.

Das Leben hat nicht Zeit genug, genau zu sein
*gamer*    *gamer*
*bye*


nightmarish5 Rang: Abe Simpson
Awards:
#18

06.04.2017, 21:14

(06.04.2017, 21:05)tiho2204 schrieb:
(06.04.2017, 20:45)nightmarish5 schrieb: Diese Selbstoptimierung findet man jedoch überall und ist symptomatisch nicht nur für TO sondern für unser ganzes Leben.

Sollte aber keine Entschuldigung dafür sein, sondern eher ein Ansporn selbst etwas daran zu ändern.

Es kommt darauf an, wie zufrieden man selbst ist. Wenn man mit dieser Selbstoptimierung leben kann und will, will ich das niemandem ausreden. Ich persönlich jedoch empfinde diese Lebensweise als sehr stressig und negativ. (Wen das Thema interessiert, dem empfehle ich wärmstens das Buch "The Circle" von Dave Eggers.)

[Bild: 1728-nighrmarishl%C3%B6l-gif]


Kyra_Tiska Rang: Abe Simpson
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#19

07.04.2017, 02:53 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.04.2017, 09:48 von suzuki. Bearbeitungsgrund: Typo )

Wie in den meisten Spielen bin ich auch hier eher auf der entspannten Seite zu finden und habe natürlich versucht, TSTO so weit wie möglich meiner Spielweise anzupassen.
Das ging allerdings zu Lasten der Spielerfolge, denn gerade in niedrigeren Leveln - vor einem Jahr war ich noch weit von der 60 entfernt - waren/sind (?) die Events nur schwer zu absolvieren. Allein das ist schon ungewöhlich, denn normalerweise brechen Hersteller ihre Events/Content Updates so weit runter, daß auch Neulinge und Gelegenheitsspieler die "tollen Preise" abstauben können.
Bloß keinen Frust aufkommen lassen ...
Ich rechne es EA hoch an, daß sie das "Schwierigkeitsniveau" relativ hoch halten - wobei Arbeitsamt, Steuerbehörde, Auswahlrechteck, etc. Komfort bringen, den ich nicht mehr missen möchte.

Erst im letzten November war ich dann an dem Punkt, an dem mir klar wurde, daß ich Nachbarn brauche, weil die gerade bei Events massive Vorteile bringen.
Da ich aber wirklich jeden Nachbarn täglich besuche - selbst, wenn nur die ersten 30 Eventwährung abwerfen - ist für mich ein recht großer Zeitbrocken dazu gekommen.
Und Ja, damit ist auch der Streß beim spielen merkbar gestiegen (*).
Ich möchte aber auf keinen Fall meine Nachbarinorunden einkürzen, da ja - jenseits der ersten 90 Aktionen - mein Nachbar immer noch profitiert, auch wenn es mir nichts mehr bringt.
Und ich hoffe natürlich, daß meine Nachbarinos dies genau so machen, was leider nur recht wenige tun ...
(Für nette Spieler, die das genau so halten, habe ich übrigens Plätze frei, auch wenn meine Signatur was anderes sagt  1f609 )

Komischerweise hat bei mir das "Donuts backen" auch den Streß erhöht. (*)
"Komischerweise", weil ich eigentlich dachte, Springfield macht mit Donuts mehr Spaß, was auch zutrifft.
Aber den laufenden XP-Beschleuniger aus meinen Gedanken zu schieben, ist schon schwierig. Auch wenn es albern ist, da ich mit der ersten Fertigstellung der KEMs die Kosten für 10 Tage wieder raus habe.
Trotzdem tickt im Hinterkopf leise die Uhr ...

Aber gut, auch das läßt schon nach.

Wirklich feste Spielzeiten oder einen richtigen Rhythmus habe ich nicht.
Wenn es nicht passt, passt es halt nicht. Ich lasse mir durch Springfield keine Zeit von wichtigeren Aktivitäten wegnehmen.

Mir würden längere Pausen zwischen den Events sehr gut gefallen.
Währenddessen komme ich kaum dazu, an meinem Springfield zu basteln, was für mich das Beste am Spiel ist.
Viele andere rushen durch neuen Content ohne nach links oder rechts zu schauen und mosern dann, weil 3 Tage kein Großereignis stattfindet.
Aber das habe ich schon bei MMORPGs nicht verstanden ...

(*) Bitte nicht mißverstehen: der genannte Streß bewegt sich auf einem sehr niedrigen Level und ist weit davon entfernt, die Freude, die ich an meinem Springfield habe, wirklich zu mindern.


Zitat und Antwort zu einem mittlerweile gelöschten Beitrag eines anderen Users entfernt - suzuki

TSTO seit 10.'15, Level 939, Prozente: ausreichend, 340+ Chars
FWOT seit 03.'18, Level 80 (max)


Maui1945 Rang: Matt Groening
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#20

07.04.2017, 05:24

Finde die Behauptung im Titel des Themas für mich ebenfalls passend und hatte deswegen schon Stress mit meiner Frau. Weil ja nur sie (mit-) bestimmen darf wie ich meine Lebenszeit zu nutzen habe.
Allerdings Tappe ich auch nur in meiner Freizeit und wenn ich Daheim bin.

Als erwachsener Mann ist es mir klar dass dabei die Pflichten (Hausarbeiten, Kind usw.) immer an erster Stelle stehen. Doch diese Events oder zeitlich begrenzte Angebote verleiten mich gerne mal von dieser Regel abzusehen. Dabei ist TappedOut die einzige Ausnahme. Wegen keinem anderen Laster oder Tic habe ich soviel berechtigten Stress mit meiner Frau. Doch was mich am meisten trifft ist dass ich ein schlechtes Vorbild für meine Tochter bin. Deshalb versuche ich dass Tappen vor ihr zu verbergen (wie ein Alki) und gehe lieber mit ihr auf dem Spielplatz oder Fahradfahren um der Sucht fern zu bleiben.

Stufe: 939 | Sterne: 5,0 | Bonus: 1190%| Einwohner: 312/327| aktiv seit: Okt 2015
freie Plätze in der Nachbarinoliste: 0 (EA/Origin: Maui1945)